App, die aus dem Kühlschrank Rezepte macht: So geht's
Foto vom Kühlschrank, Rezept aufs Handy: Was Apps wie KitchenPilot, ChatGPT oder Samsung Food dabei wirklich erkennen und wo du nachhelfen musst.
Von KitchenPilot TeamVeröffentlicht 6 Min. Lesezeit

Ja, es gibt Apps, die aus einem Foto deiner Zutaten Rezepte vorschlagen. KitchenPilot kann ein Foto direkt in Rezeptideen verwandeln oder die erkannten Lebensmittel in deinen Vorrat übernehmen, aus dem später Rezepte entstehen. ChatGPT nimmt ebenfalls Fotos entgegen. Perfekt erkennt keine dieser Apps alles, du prüfst also kurz nach.
Vorweg, damit du das hier richtig einordnen kannst: KitchenPilot ist unsere eigene App. Was wir über andere Apps schreiben, stammt von deren App-Store-Seiten und einer Pressemitteilung von Samsung, Stand Oktober 2026.
Kurz gesagt: Es gibt zwei Wege. Beim ersten fotografierst du die Zutaten und bekommst sofort Rezepte, ohne dass sich die App etwas merkt. Beim zweiten landet das Foto als Vorrat in der App, und Rezepte entstehen jederzeit aus diesem Bestand. KitchenPilot kann beides. ChatGPT arbeitet nach dem ersten Weg, Samsung Food beschreibt für sein Abo den zweiten.
Gibt es eine App, die aus einem Kühlschrank-Foto Rezepte macht?
Ja. In KitchenPilot fotografierst du deine Zutaten, und die App schlägt Rezepte dafür vor. Alternativ übernimmst du das Foto in den Vorrat, dann entstehen Rezepte auch später daraus. ChatGPT schlägt laut App Store ebenfalls Rezepte aus wenigen Zutaten vor und nimmt Fotos an. Was nicht gut zu sehen ist, ergänzt du per Text.
Was erkennt eine App auf dem Foto, und was nicht?
Eine KI erkennt gut, was klar im Bild liegt: Gemüse, Obst, Eier, Packungen mit gut lesbarer Aufschrift. Schwierig wird es bei verdeckten Dingen, Gläsern ohne sichtbares Etikett, Resten in Frischhaltedosen und Mengen. Ob die Milch voll oder fast leer ist, sieht man auf einem Foto nicht.
Deshalb ist der Schritt nach dem Foto wichtig. In KitchenPilot schlägt die KI Produkt, Menge und ein typisches Haltbarkeitsdatum vor, und du bestätigst oder korrigierst, bevor etwas in den Vorrat geht. Ein schneller Blick spart später ein Rezept mit Zutaten, die gar nicht da sind.
Drei Tipps für bessere Ergebnisse:
- Fach für Fach fotografieren. Ein Foto pro Regal zeigt mehr Details als ein Weitwinkelbild der ganzen Tür.
- Licht an, Etiketten nach vorn. Gut lesbare Packungen werden eher richtig erkannt.
- Wünsche dazuschreiben. „Vegetarisch, 20 Minuten, ohne Ofen“ macht die Vorschläge passender.
Wie macht KitchenPilot aus dem Kühlschrank Rezepte?
KitchenPilot ist ein KI-Küchenassistent für iPhone und Android. Für eine schnelle Idee wählst du „Rezept aus Foto“: Du fotografierst die Zutaten, und die App schlägt Rezepte vor. Deine Ernährungsvorlieben und ausgeschlossenen Zutaten aus den Einstellungen gelten dabei automatisch mit, ohne dass du sie jedes Mal dazuschreibst.
Willst du dir das nicht jedes Mal neu überlegen, fotografierst du den Kühlschrank für den Vorrat. Die erkannten Lebensmittel bestätigst du, und ab dann erstellt KitchenPilot Rezepte aus dem Vorrat, der Einkaufsliste oder beidem. Was zuerst verbraucht werden sollte, kommt zuerst dran. Neben dem Foto gehen auch Barcode, Kassenbon und Sprache.
Was einem Rezept fehlt, setzt die App auf die Einkaufsliste. Kurz bevor etwas abläuft, meldet sie sich mit einem Rezept dafür. Auf Wunsch schreibt KitchenPilot die Schritte passend für Thermomix®, Bosch Cookit, WMF Avantgarde oder Monsieur Cuisine Smart. Für Erkennung und Rezepte nutzt KitchenPilot externe KI-Anbieter, welche das sind, steht in der Datenschutzerklärung.
Welche anderen Apps machen Rezepte aus vorhandenen Zutaten?
ChatGPT schlägt laut App-Store-Seite Rezepte vor, wenn du nur ein paar Zutaten im Kühlschrank hast, und nimmt Fotos entgegen. Eine gespeicherte Vorratsliste beschreibt die Seite nicht. Mehr dazu im Artikel Rezepte mit ChatGPT.
Samsung Food bietet laut App Store eine Suche nach Zutaten und im Abo Food+ ein Vorratsmanagement mit Kochvorschlägen. Die Foto-Erfassung mit KI-Erkennung für Food+ beschreibt eine Samsung-Pressemitteilung von 2024.
KptnCook findet laut App Store mit „Was hast du im Kühlschrank?“ Rezepte zu Zutaten, die du angibst. Ein Foto als Eingabe beschreibt die Seite nicht.
Die Apps im Vergleich
| Funktion | KitchenPilot | ChatGPT | Samsung Food | KptnCook |
|---|---|---|---|---|
| Rezept aus einem Foto | ✓ | ✓, Foto-Upload | nicht beschrieben | nicht beschrieben |
| Foto in den Vorrat übernehmen | ✓, du bestätigst | nicht beschrieben | ✓, Food+ (Stand 2024) | nicht beschrieben |
| Rezepte aus eingetippten Wünschen oder Zutaten | ✓, Wunschgericht | ✓ | ✓, Suche nach Zutaten | ✓ |
| Gespeicherter Vorrat | ✓ | nicht beschrieben | ✓, Food+ | nicht beschrieben |
| Bald Ablaufendes zuerst | ✓ | nur wenn du es sagst | ✓, Food+ (Stand 2024) | nicht beschrieben |
| Einkaufsliste für fehlende Zutaten | ✓ | nicht beschrieben | ✓ | ✓ |
| Rezepte für Küchenmaschinen | Thermomix®, Bosch Cookit, WMF Avantgarde, Monsieur Cuisine Smart | nicht beschrieben | Samsung-Geräte über SmartThings Cooking | nicht beschrieben |
| Kostenmodell | Abo mit kostenloser Testphase | kostenlos, Bezahlstufen | kostenlos, Abo Food+ | kostenlos, In-App-Käufe |
✓ = laut Anbieter vorhanden. „nicht beschrieben“ = auf App-Store-Seite bzw. in der Pressemitteilung nicht genannt. Stand: Oktober 2026. Angaben zu Food+ teils aus der Pressemitteilung von 2024. Maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.
Welche App passt zu dir?
| Wenn du … | dann … |
|---|---|
| ab und zu ein Foto machen und sofort eine Idee willst | nimm ChatGPT oder probier KitchenPilot |
| nach dem Rezept noch viel nachfragen willst | nimm ChatGPT |
| lieber aus einer großen Rezeptsammlung wählst | nimm KptnCook oder Samsung Food |
| ein Samsung-Küchengerät nutzt | schau dir Samsung Food an |
| willst, dass sich die App deinen Vorrat merkt | probier KitchenPilot |
| zuerst verbrauchen willst, was bald abläuft | probier KitchenPilot |
Wo KitchenPilot nicht mithält
Eine durchsuchbare Rezeptdatenbank hat KitchenPilot nicht. Jedes Rezept erstellt die KI neu, deshalb liest du es vor dem Kochen durch. Freie Gespräche über Kochtechnik wie in ChatGPT bietet die App ebenfalls nicht.
KitchenPilot ist ein Abo mit kostenloser Testphase und läuft auf iPhone und Android, nicht im Browser. Einen gemeinsamen Vorrat für mehrere Personen gibt es nicht, und eine geteilte Einkaufsliste zeigt den Stand beim Teilen, nicht in Echtzeit.
Erkennt die App das Haltbarkeitsdatum auf dem Foto?
Nicht zuverlässig, und das sollte keine App versprechen. KitchenPilot schlägt beim Erfassen ein typisches Haltbarkeitsdatum für das Produkt vor. Das aufgedruckte Datum kann davon abweichen, gerade bei frischen Lebensmitteln. Prüf den Vorschlag und trag das echte Datum ein, wenn es wichtig ist, etwa bei Fleisch oder Fisch.
Funktioniert das auch mit Resten?
Ja, mit einer Einschränkung. Eine Dose mit Nudeln vom Vortag ist auf dem Foto schwer zu erkennen. Schreib Reste deshalb kurz dazu oder trag sie per Sprache ein, zum Beispiel „Reis vom Vortag, eine Portion“. Dann kann die App sie in Rezepte einbauen und dich erinnern, bevor sie weg müssen.
Kostet KitchenPilot etwas?
Ja. KitchenPilot ist ein Abo, das du über den App Store oder Google Play abschließt und dort jederzeit kündigst. Am Anfang steht eine kostenlose Testphase, in der Foto-Erkennung und alle anderen Funktionen dabei sind. Kündigst du vorher, entstehen keine Kosten. Die aktuellen Preise stehen auf der Startseite und im jeweiligen Store.
Fazit
Ein Foto vom Kühlschrank reicht heute für eine brauchbare Rezeptidee, ob mit ChatGPT oder KitchenPilot. Der Unterschied zeigt sich am nächsten Tag: Im Chat beschreibst du den Kühlschrank in der Regel neu, eine Vorrats-App weiß noch, was da ist und was zuerst weg muss. Wer jeden Abend vor demselben Kühlschrank steht, spart sich mit KitchenPilot das ständige Aufzählen. Wie du den Vorrat dafür ordnest, steht im Artikel Vorrat organisieren, alle Funktionen auf der Startseite.
ChatGPT, OpenAI, Samsung Food, KptnCook, Thermomix, Bosch Cookit, WMF und Monsieur Cuisine sind Marken der jeweiligen Inhaber. KitchenPilot steht in keiner Verbindung zu diesen Unternehmen.