Alle Artikel

Lebensmittel einfrieren: Fakten, Vorteile und typische Fehler

Warum Einfrieren Lebensmittel haltbar macht, was mit Vitaminen passiert, was sich eignet und wie du mit Beschriften und KitchenPilot den Überblick behältst.

Von KitchenPilot TeamVeröffentlicht 4 Min. Lesezeit

Gefrorene Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren mit Raureif

Das Gefrierfach ist eines der wirksamsten Werkzeuge gegen Lebensmittelverschwendung. Was heute nicht gegessen wird, kann Wochen oder Monate später noch auf dem Teller landen. Trotzdem halten sich Unsicherheiten: Gehen beim Einfrieren Vitamine verloren? Was darf überhaupt ins Gefrierfach? Dieser Artikel fasst die Fakten offizieller Stellen zusammen und zeigt, wie du mit Beschriften und KitchenPilot den Überblick über deinen Tiefkühler behältst.

Kurz gesagt: Bei −18 Grad Celsius laufen Abbauprozesse in Lebensmitteln nur noch sehr langsam ab. Richtig vorbereitet und gelagert behalten eingefrorene Lebensmittel viele Nährstoffe. Gemüse sollte meist vorher blanchiert werden. Beschrifte alles mit Inhalt, Menge und Datum und verbrauche Älteres zuerst.

Warum macht Einfrieren Lebensmittel haltbar?

Laut der Initiative Zu gut für die Tonne! wird bei −18 Grad Celsius die Aktivität lebensmitteleigener Enzyme verringert, und Abbauprozesse laufen in Tiefkühlware nur noch sehr langsam weiter. Vollständig gestoppt wird die Enzymaktivität erst bei −40 Grad Celsius. Deshalb sind auch eingefrorene Lebensmittel nicht unbegrenzt haltbar, sondern verlieren mit der Zeit langsam an Qualität.

Für zu Hause gilt laut Zu gut für die Tonne!: Tiefgekühlte Lebensmittel sollten bei −18 Grad Celsius oder kälter gelagert werden.

Gehen beim Einfrieren Vitamine verloren?

Weniger als viele denken, wenn du richtig vorgehst. Laut „Zu gut für die Tonne!“ hilft die richtige Vorbereitung und Lagerung, möglichst viele Nährstoffe zu erhalten. Beim Gemüse spielt das Blanchieren eine wichtige Rolle: Laut Bundeszentrum für Ernährung macht das kurze Aufkochen vor dem Einfrieren bestimmte Enzyme unwirksam und hilft, Farbe und Vitamine zu erhalten. Gemüse behält die meisten Nährstoffe, wenn du es direkt gefroren garst.

Welche Vorteile hat Einfrieren?

VorteilWas es bringt
Weniger VerschwendungReste und Überschüsse werden später gegessen statt weggeworfen
Saisonales länger genießenObst und Gemüse aus der Erntezeit reichen bis in den Winter
Zeit sparenVorgekochte Portionen sind an stressigen Tagen schnell fertig
Gezielter einkaufenGrößere Packungen lassen sich aufteilen, statt dass die Hälfte verdirbt
Spontan bleibenBrot, Kräuter oder Soßen sind da, wenn du sie brauchst

Was eignet sich zum Einfrieren und was nicht?

Laut Zu gut für die Tonne! eignen sich zum Beispiel Erbsen, Bohnen, Paprika, Brokkoli und Kohlsorten gut. Wasserreiches Obst wie Äpfel, Birnen und Erdbeeren verliert beim Einfrieren an Biss und Geschmack, eignet sich aber gut als Püree. Ungeeignet sind Blattsalat, Radieschen, Tomaten, Gurken und rohe Kartoffeln.

Gut geeignetEher als Püree oder zum KochenUngeeignet
Erbsen, Bohnen, BrokkoliÄpfel, BirnenBlattsalat
Paprika, KohlsortenErdbeerenRadieschen, Gurken
Brot und BackwarenTomaten (roh)
Vorgekochte GerichteRohe Kartoffeln

Wie friere ich richtig ein?

  1. Vorbereiten. Obst und Gemüse waschen, putzen und zerkleinern. Gemüse meist kurz blanchieren.
  2. Portionieren. Kleinere Portionen frieren schneller durch und verlieren weniger an Qualität. Später taust du nur auf, was du brauchst.
  3. Einzeln vorfrieren. Beeren oder Gemüsestücke auf einem Blech vorfrieren und erst dann in Beutel füllen, so kleben sie nicht zusammen.
  4. Luftdicht verpacken. In gefriergeeignete Beutel oder Dosen, damit kein Gefrierbrand entsteht.
  5. Beschriften. Inhalt, Menge und Einfrierdatum auf jede Verpackung.
  6. Ordnen. Neues nach hinten, Älteres nach vorne.
  7. Schonend auftauen. Am besten langsam im Kühlschrank. Aufgetautes gut durcherhitzen.

Typische Fehler beim Einfrieren

  • Keine Beschriftung. Unbeschriftete Dosen werden zur Überraschungstüte und nach Monaten weggeworfen.
  • Zu große Portionen. Ein großer Block lässt sich gefroren kaum teilen.
  • Ungeeignete Behälter. Margarine- oder Frischkäsebecher sind laut BZfE nicht als Gefrierbehälter gedacht.
  • Vergessen. Was im Tiefkühler verschwindet, wird nicht gegessen. Als Faustregel nennt das BZfE: von Saison zu Saison, also aufbrauchen, bevor die nächste Ernte kommt. Richtwerte für einzelne Lebensmittel nennt Zu gut für die Tonne!.

Wie behalte ich den Überblick über mein Gefrierfach?

Das Problem ist selten das Einfrieren, sondern das Wiederfinden. KitchenPilot, ein KI-Küchenassistent für iPhone und Android, hilft dabei: Trag eingefrorene Portionen mit Datum in deinen Vorrat ein, dann siehst du in der App, was im Tiefkühler liegt, ohne die Schubladen zu durchsuchen. KitchenPilot erinnert dich vor dem eingetragenen Datum und schlägt ein Rezept vor, das deine eingefrorenen Vorräte verwendet. So wird aus dem Gefrierfach kein Lager für Vergessenes, sondern ein Teil deiner Wochenplanung.

Mehr zur Organisation von Kühlschrank und Vorratsschrank findest du im Artikel Vorrat organisieren, Zahlen zur Verschwendung im Artikel Lebensmittelverschwendung in Deutschland.

Fazit

Einfrieren ist eine der einfachsten Methoden, Lebensmittel länger zu nutzen und weniger wegzuwerfen. Wer richtig vorbereitet, portioniert, beschriftet und Älteres zuerst verbraucht, holt das Beste aus seinem Gefrierfach. Mit KitchenPilot hast du dabei immer im Blick, was eingefroren ist und was daraus werden kann.

Quellen

  1. https://www.zugutfuerdietonne.de/blog/vitamine-auf-eis
  2. https://www.zugutfuerdietonne.de/blog/der-richtige-umgang-mit-tiefkuehlkost
  3. https://www.bzfe.de/presse/pressemeldungen-archiv/rein-ins-gefrierfach

Passende Artikel